Die Insel
Karpathos.
Stolz und gebirgig erhebt sie sich zwischen Kreta und Rhodos, inmitten des karpathischen Meeres.
Diese Insel drängt sich dem Besucher mit ihren bezaubernden Eigenheiten auf. Die häufigen unerwartenden Veränderungen der Landschaft - von den steilsten Bergen bis hin zu den verborgensten Stränden - berauschen die Sinne.
In ihren Dörfern mit den gastfreundlichen Menschen, den Sängern, den Tänzern fühlt man sich oft, als wäre die Zeit in vergangenen Epochen stehen geblieben.
Karpathos wird Sie schnell mit ihrer bezaubernden Landschaft und ihren herzlichen Bewohnern erobern.
Mit vielen Liedern besingen die Karpather die Schönheiten ihrer Insel. In der Tat ist der Zauber und die Vielfalt der Naturlandschaft einzigartig. Im Inselinneren herrschen überwältigende Berggipfel vor, an deren Hänge sich die traditionellen kleinen Dörfer schmiegen. Die Erforschung der Bergwelt von Karpathos mit ihren kühlen Quellen inmitten der Pinienwälder, mit den einsamen Kirchlein hoch oben auf den Felsen und dem atemberaubenden Blick auf das karpathische Meer ist eine reizvolle Urlaubsmöglichkeit für den Besucher.
Beeindruckend ist der volkskundliche Hintergrund des nördlichsten Dorfes der Insel, Olympos. In byzantinischer Zeit von Bewohnern der umliegenden Küstensiedlungen erbaut, die Zuflucht vor den Pirateneinfällen suchten, schmiegt es sich wie ein Amphitheater an den Felshang und bewahrte die Tradition vor dem Erlöschen, so unzugänglich und isoliert, wie es vom Rest der Insel war.
Seine Windmühlen mahlen immer noch und seine Einwohner pflegen streng, stolz und vornehm ihre Bräuche.
Die Geschichte von Karpathos, wie die Insel bereits seit Homer heißt, reicht weit zurück, wie minoische und mykenische Grabmäler und Siedlungen aus dem 2. Jahrtausend vor Christus beweisen. Nach ihrer Eroberung durch die Dorier (etwa 1000 v. Chr.) wurde die Insel Tetrapolis genannt, nach ihren vier antiken Städten.
Die Geschichte von Karpathos in der klassischen und hellenistischen Zeit reflektiert die bewegte Geschichte ganz Griechenlands. Im Jahr 42 v. Chr. wird sie von den Römern unterworfen und gelangt später unter byzantinische Herrschaft. Vom 7. bis zum 10. Jahrhundert wird sie von Piraten heimgesucht, die verzweifelten Bewohner suchen in den Bergen Zuflucht. Es folgen Jahrhunderte in Knechtschaft. Die Insel wird von den Genuesern, den Johannitern, den Venezianern und den Türken erobert.
Nach dem Aufstand von 1821 wird die Insel befreit, um im Jahre 1830 aufgrund eines Abkommens wieder an die Türkei zurückgegeben zu werden. 1912 wird sie von den Italienern erobert und bleibt bis 1948 unter ihrer Herrschaft, als sie wieder mit dem freien griechischen Mutterland vereint wird.
Der Bevölkerung von Karpathos gelang es, ihre rein griechische Psyche zu bewahren, die kein Eroberer je verfälschen konnte.
Daher ist in den zwölf Dörfern von Karpathos Tradition auch heute noch eine lebendige Tatsache: in den aus Stein gebauten Häusern mit dem hölzernen karpathischen Sofa und der typischen Innenausstattung, den Alltags- und Festtagstrachten der Frauen, der dreitägigen Hochzeit und den uralten Bräuchen, den Volkstänzen, den örtlichen Eigentümlichkeiten der Sprache, den Rezepten, den gesellschaftlichen Veranstaltungen wird die Vergangenheit gegenwärtig, die ais byzantinischer und antiker Zeit erhalten ist.
Quelle: Gemeinde Karpathos